Schlangenbogen aus Robinie 1

Bau eines Schlangenbogens

Teil 1

Schlangenbogen aus Robinie

Robinie als Bogenholz

Beim Bau eines Bogens aus Robinie, wird das Kernholz des Baumes verwendet.

Bei uns wird die Robinie fälschlicherweise oft auch als "Akazie" bezeichnet. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die echte Akazie wächst in den Steppen Afrikas, jedoch nicht in Mitteleuropa.

Die Robinie findet ihren Platz zum Wachsen häufig an Böschungen sowie auch in Mischwäldern, in denen mediterranes Klima herrscht.

Robinienholz neigt dazu Stauchrisse zu bilden. Deshalb empfiehlt sich ein breites Bogendesign.

 

Einige Robinienarten neigen dazu Stacheln zu bilden. Diese und abgestorbene Äste im Holz, verleihen dem Bogen sehr oft einen optisch einzigartigen Charakter.  


Jahresring freilegen - Bogendesign

Eine dicke Rinde und eine Schicht Splintholz liegt auf dem schönen Snaky Robinienrohling. Mit einem Ziehmesser und einer Ziehklinge wird beides sauber entfernt. Dann liegt ein schöner, durchgehender Jahresring frei, welcher dann den Bogenrücken bildet. Meine Empfehlung zum Freilegen des Bogenrückens ist ein stumpfes Ziehmesser. Dieses schneidet genau entlang der weichen Frühholzschicht und lässt das Spätholz des darunterliegenden Jahresringes unverletzt.

 

Auf dieser freigelegten Holzschicht zeichne ich anschließend die Außenformen des Bogens.  



Bogenform herausarbeiten

Nun wird seitlich am Bogenrohling mit Raspel und Ziehmesser die Form bzw. die Kontur des Bogens bearbeitet. In dem Fall wählte ich ein halbpyramidales Bogendesign, wobei sich die Wurfarme in etwa ab der Wurfarmmitte seitlich verjüngen. Der Bogengriff liegt in der geschwungenen Bogenmitte und soll für Rechtshandschützen ein gewachsenes Schussfenster bilden.  


Bogenbauseminare

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Bogenschießen Südtirol Samuel Röck

Bogenbauer Samuel Röck

Sterzing - Südtirol

Ich bin leidenschaftlicher Bogenschütze und Bogenbauer seit zehn Jahren. Außerdem bin ich Vater einer vierjährigen Tochter. Seit 2009 begleite ich Begeisterte beim Bauen ihres eigenen Bogens im Rahmen von Wochenendseminaren in Österreich und Südtirol. Immer wieder aufs Neue, fasziniert mich der Zauber der entstehenden Bögen und das Leuchten in den Augen der Teilnehmer, welches daraus resultiert.



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